TRANSNET und ITF protestieren gegen Inhaftierung iranischer Gewerkschafter
17.01.2006
TRANSNET und die ITF protestieren scharf gegen die Inhaftierung von Mansour Osanloo, des Vorsitzenden der Busfahrergewerkschaft in Teheran. Norbert Hansen, Präsident der Sektion Eisenbahn der ITF, sowie ITF-Generalsekretär David Cockroft, haben sich in Briefen an den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad gewandt. Mansour Osanloo wird seit dem 22. Dezember in einem Teheraner Hochsicherheitsgefängnis festgehalten. Sein gesundheitlicher Zustand soll schlecht sein. Außer ihm wurden zwölf weitere Gewerkschafter inhaftiert, mittlerweile aber freigelassen. Zugleich sind die Konten der Busfahrer-Gewerkschaft gesperrt worden. Mit diesen Maßnahmen verfolgt die iranische Regierung offenbar das Ziel, die Gewerkschaften im Land einzuschüchtern. Die Verhaftung Osanloos stelle "eine Verletzung fundamentaler Prinzipien der ILO dar", schreibt Norbert Hansen. Die ILO-Grundsätze sähen "die Gewerkschaftsaktivitäten einschließlich der Kooperation mit internationalen Gewerkschaftsorganisationen" vor. Iran als Mitglied der ILO müsse diese Prinzipien beachten. Die ITF fordert die iranische Regierung weiterhin auf, die Bankkonten der betroffenen Gewerkschafter freizugeben und sicherzustellen, dass die Teheraner Busfahrer ihre Löhne bekommen.















