Vorbereitungen für Warnstreiks laufen — kurzfristige Aktionen möglich
27.09.2006
Die Vorbereitungen der Gewerkschaften TRANSNET und GDBA für Warnstreiks bei der Deutschen Bahn laufen auf Hochtouren. Anlass ist der aktuelle Tarifkonflikt mit dem Unternehmen, in dem es um die Zukunft der Beschäftigungssicherung geht. Der Konzern war bislang nicht bereit, Zugeständnisse für ein Fortgelten des Paktes zu machen. Die Friedenspflicht endet am Mittwoch um 24 Uhr.
Wir sind nach jetzigem Stand in der Lage sehr kurzfristig Warnstreiks zu organisieren, kündigen TRANSNET-Chef Norbert Hansen und der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel an. Die Vorstände der beiden Gewerkschaften würden das weitere Vorgehen am Donnerstag festlegen. Für Donnerstag selbst sind keine Warnstreiks geplant. Wir sehen von solchen Aktionen an diesem Tag ab, um uns nicht den absurden Vorwürfen, wir würden politische Streiks durchführen, wieder aussetzen zu müssen, sagten Hansen und Hommel mit Blick auf die für Donnerstag geplanten Beratungen von Parlamentsgremien zum Thema Bahn.
Allerdings werde es am Donnerstag Früh in der Zeit von 6 bis 9 Uhr Flugblattaktionen für Kunden auf insgesamt 32 Bahnhöfen bundesweit geben. Wir werden unsere beiden Baustellen noch einmal skizzieren, machten Hansen und Hommel deutlich. Einerseits gehe es dabei um Pläne in der Politik, das Schienennetz von der Bahn zu trennen und damit den Konzern zu zerschlagen. Andererseits würde aber auch auf den aktuellen Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hingewiesen. Wir werden damit auch im Vorfeld möglicher Warnstreiks um Verständnis bitten, erklärten Hansen und Hommel.
Unterdessen haben am Mittwoch in Nürnberg erneut rund 2.000 Eisenbahner für den Erhalt ihres Konzerns protestiert. Bereits in den vergangenen Tagen waren an verschiedenen Orten mehrere Tausend DB-Beschäftigte auf der Straße.
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Hinweis für Rundfunkjournalisten:
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