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Außerordentlicher Gewerkschaftstag: TRANSNET will Kooperation mit GDBA deutlich ausbauen - Debatte über Lohnstrukturen
 

11.07.2007 TRANSNET will die Kooperation mit der Verkehrsgewerkschaft GDABA deutlich ausbauen. Der außerordentliche Gewerkschaftstag der TRANSNET verabschiedete am Mittwoch in Fulda eine entsprechende Entschließung. Auf mehreren Politikfeldern soll die Zusammenarbeit ausgeweitet werden. TRANSNET-Tarifvorstand Alexander Kirchner kündigte eine breite Debatte über die Gerechtigkeit der Lohnstrukturen an.

Norbert Hansen

Zur Kooperation der beiden Gewerkschaften gehören die gewerkschaftliche Bildung sowie eine verbindliche Abstimmung in der europäischen und internationalen Gewerkschaftspolitik. Eine intensivere Zusammenarbeit wird aber auch in der Wirtschafts-, Verkehrs- und Unternehmensmitbestimmungspolitik vorgeschlagen. Die Interessen der Mitglieder könnten so gegenüber Politik und Arbeitgebern noch besser vertreten werden. TRANSNET regt außerdem die Einrichtung eines Kooperationsbüros an. Die bisherige Zusammenarbeit hat sich bewährt, stellte TRANSNET-Chef Norbert Hansen fest. Insbesondere in der Tarifpolitik gebe es nachweisbare Erfolge. Deshalb sei es sinnvoll und stimmig die Kopperation auf weitere Bereiche auszudehnen.

TRANSNET-Tarifvorstand Alexander Kirchner kündigte zuvor in seinem Referat an, dass beide Gewerkschaften ab Herbst in den Betrieben eine breite Debatte über die Gerechtigkeit der Lohnstrukturen führen werden.

Kirchner resümierte noch einmal den Verlauf der Tarifrunde. Ziel sei gewesen, Strukturfragen aus der Einkommensrunde herauszuhalten. Das war nicht leicht, so Kirchner. Der Arbeitgeber habe immer wieder versucht, nach dem Motto Teile und herrsche die Verhandlungen zu den Servicegesellschaften abzukoppeln. Das haben wir nicht mitgemacht. Vielmehr sei die Einbeziehung der Servicegesellschaften ein Zeichen für eine funktionierende Solidargemeinschaft. So konnten die Kolleginnen und Kollegen in den Servicebereichen auch in den Lzk-TV einbezogen werden.

Soziale Komponenten, so Kirchner, haben TRANSNET und GDBA schon seit Jahren gefordert. Erstmals ist es jetzt gelungen, eine solche abzuschließen. Am Ende der Laufzeit wird jeder Kollege durch diesen Abschluss mindestens 1.600 Euro mehr haben. Das kann sich sehen lassen.

Alexander Kirchner

Ziel der Tarifpolitik müsse es weiterhin sein, dass unsere Mitglieder von dem, was sie verdienen, auch wirklich leben können. Erstmals sei es auch gelungen, die Arbeitgeberseite zu verpflichten, diesen Weg gemeinsam mit uns zu gehen. Die DB AG soll sich in den Dachverbänden dafür einsetzen, dass Niedriglöhne verschwinden. Das ist in einer Niederschrift festgehalten, und daran werden wir sie bei Gelegenheit erinnern.

TRANSNET-Vorsitzender Norbert Hansen hatte in seinem Eingangs-Referat gesagt: Wir schützen erfolgreich die integrierte Bahn und wehren uns erfolgreich gegen die Zerschlagung des Konzerns. Ohne die TRANSNET gäbe es heute kein integriertes Schienensystem mehr in Deutschland. Der Vorsitzende beschwor das Wir-Verständnis innerhalb der TRANSNET als den Kitt unserer Gewerkschaft. Damit seien in der Vergangenheit große Erfolge erzielt worden. Durchsetzen, was erreicht werden kann, nicht vergessen, was noch zu tun ist. Verhandeln so lange wie möglich, kämpfen wenn es nötig ist - das ist die Erfolgsformel unserer Gewerkschaft, und dabei bleiben wir.

An die GDL appellierte er, den unsäglichen Organisations-Egoismus zu beenden. TRANSNET und GDBA seien oft genug auf die GDL zugegangen, jetzt sei die GDL an der Reihe.

 
 

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