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Hauptvorstand berät aktuelle Lage
 

10.12.2007 Die Zukunft der DB AG und die aktuelle tarifpolitische Situation standen im Mittelpunkt der letzten Hauptvorstandssitzung unserer Gewerkschaft in diesem Jahr. TRANSNET-Chef Norbert Hansen warnte davor, dass es nach wie vor Bestrebungen gebe, den DB-Konzern zu zerschlagen. Man sei in diesem Jahr schon einmal weiter gewesen, betonte Hansen.

Es habe koalitionsübergreifend einen Konsens gegeben, am integrierten Modell festzuhalten. "Davon sind wir weiter weg denn je", warnte er. Es gebe in der Politik nach wie vor Bestrebungen, Teile aus dem Konzern herauszulösen. "Wenn zum Beispiel Schenker herausgelöst wird, dann ist das der Anfang der Zerschlagung", erklärte der TRANSNET-Vorsitzende. Es werde also auch im kommenden Jahr darum gehen, die heutige Struktur des DB-Konzerns zu verteidigen. Dabei werde eine "Risikoabwägung" im Zentrum stehen. Es sei besser, "auf Dauer die eindeutige Mehrheit beim Bund zu belassen, als schleichend 100 Prozent der Transportgesellschaften und 49,9 Prozent der Infrastruktur zu verkaufen."

In der Diskussion über die Tarifpolitik unterstrichen Hansen und Vorstand Alexander Kirchner, dass mit der jüngsten Verständigung mit der DB zu neuen Entgeltstrukturen eine gute Grundlage geschaffen worden sei. Vor allem könne sich nun auch die GDL am Verhandlungstisch beteiligen. Beide erklärten aber, es gebe dabei noch viele offene Fragen. Klar sei, dass die GDL Vorrang in den Verhandlungen für Lokomotivführer erhalte. "Klar ist aber auch, dass wir, allein wegen des Organisationsgrades, für alle anderen die Verhandlungen führen", betonte Hansen. Dies schließe auch Zugbegleiter und Lokrangierführer ein. Hier beginne nun die Detailarbeit in Sachen Eingruppierung. Dies solle in den nächsten Monaten abgeschlossen sein, stellte Kirchner fest.


 

 

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