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Bundestagswahl 2005
 

17.08.2005 Die Bundestagswahl 2005 findet voraussichtlich am 18. September 2005 statt. Auch wir Frauen der TRANSNET, also du und ich, werden die Entscheidung darüber haben, wie wir unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen gestalten. Es ist an der Zeit, dass wir aktiv in eine Wahl eingreifen und unsere politische Überzeugung zu Ausdruck bringen. Wir sollten uns dabei ganz auf uns selbst besinnen und in uns hinein hören. Was wollen wir und was brauchen wir um gute Arbeits- und Lebensbedingungen das zu erreichen.

Nur unter diesem Gesichtspunkt solltest du für dich überlegen, welche Unterstützung du von einer Regierung erwartest und diese dann wählen.

Der DGB hat die Wahlprogramme der beiden großen Parteien SPD und CDU bereits gegenübergestellt. Du kannst auf dieser Gegenüberstellung die formulierten Ziele der Parteien finden und prüfen, welche Ziele mit deinen übereinstimmen. Achte darauf, bei der CDU kommt das Wort Frau im Programm überhaupt nicht vor.

Zur Ergänzung hier noch die wichtigsten frauenpolitischen Ziele der kleineren Parteien:

Grüne:

Wollen sich für die Verwirklichung eines Gleichstellungsgesetzes auch in der Privatwirtschaft einsetzen. So soll erreicht werden, dass Frauen sowohl bei der Besetzung von Stellen mehr Chancen haben. Darüber hinaus soll endlich das Prinzip des gleichen Lohns für gleichwertige Arbeit durchgesetzt werden. In der Familienpolitik streben die Grünen einen Rechtsanspruch auf einen Tagesbetreuungsplatz auch für Kinder unter 3 Jahren an. Das jeweils letzte Kindergartenjahr soll kostenlos bleiben. Bedürftige Kinder sollen einen Gutschein für Sport- und Musikschulunterricht erhalten.

Linkspartei:

Strebt an, die Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt umzusetzen. Darüber hinaus sollen die Vorraussetzungen für Väter und Mütter geschaffen werden, Kindererziehung und Beruf miteinander zu vereinbaren. In der Familienpolitik sollen Kinder grundsätzlich, unabhängig vom Alter, einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagesplatz in einer Grippe oder Schule haben.

FDP:

Möchte Frauenpolitik über die Familienpolitik gestalten. So soll Kinder bereits vom zweiten Lebensjahr an einen Regelanspruch auf ganztägige Betreuung erhalten.
So soll es den Frauen ermöglicht werden, ihrer Berufstätigkeit nachzugehen.
Vor allem in Regionen, in denen es ein Mangel an Kinderbetreuungsplätzen gibt, soll das Angebot erweitert werden. Die halbtägige Kinderbetreuung soll künftig kostenlos angeboten werden.


 

 

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