Deutsche Bahn AG: Konzern fordert Einschnitte in Tarifregelungen wegen Wirtschaftskrise
05.06.2009 Die Deutsche Bahn AG verlangt von ihren Beschäftigten tarifliche Zugeständnisse. Anlass sei die Wirtschaftskrise. Man wolle im Zuge von Tarifverhandlungen über geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen verhandeln, heißt es in einem Schreiben des zuständigen Arbeitgeberverbandes. Nach den Vorstellungen der Arbeitgeberseite soll die für 1. Januar 2010 vereinbarte Entgelterhöhung von zwei Prozent verschoben werden. Außerdem sollen die Regelungen zur Mitarbeiterbeteiligung verändert werden.
„Wir sind nicht bereit, die Wirtschaftskrise als Vorwand zu akzeptieren, vereinbarte Tarifregelungen zu verschlechtern“, erklärten der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann. Anders könne man das Vorgehen der Arbeitgeberseite nicht interpretieren. Die beiden Gewerkschafter verwiesen darauf, dass die Beschäftigten in den zurückliegenden Jahren erhebliche Vorleistungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erbracht hätten. „Wir haben diese Zugeständnisse auch nicht infrage gestellt, als der Konzern in den letzten Jahren hohe Gewinne erwirtschaftet hat“, machten Kirchner und Fuhrmann deutlich.
Die zuständige Tarifkommission werde die Forderung der Arbeitgeberseite nach Aufnahme von Tarifverhandlungen bewerten. Das Gremium tagt am 3. Juli in Frankfurt.





















