Tarifverhandlungen Deutsche Bahn : Deutsche Bahn bietet nur zwei Prozent — "Almosen verhöhnen die Beschäftigten
26.06.2007
26.06.2007 - TRANSNET und GDBA haben das erste Angebot der Deutschen Bahn in der aktuellen Einkommensrunde zurückgewiesen. Die Arbeitgeber hatten Entgeltverbesserungen von zwei Prozent vorgeschlagen. Zugleich verlangen sie aber erhebliche Zugeständnisse der Beschäftigten. Die Gewerkschaften sehen in diesem "Almosen" eine "Verhöhnung der Beschäftigten". TRANSNET und GDBA fordern u. a. sieben Prozent höhere Einkommen. Ein neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart.Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/ GDBA hat das erste Angebot der Arbeitgeber in der laufenden Einkommensrunde bei der Deutschen Bahn zurückgewiesen. Die Arbeitgeberseite hatte in der zweiten Runde am Dienstag (heute) in Frankfurt am Main vorgeschlagen, die Entgelte für rund 134.000 Beschäftigte um zwei Prozent anzuheben. Allerdings soll dies mit erheblichen Zugeständnissen der Mitarbeiter verbunden sein: Zum einen soll die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden angehoben werden. Zum anderen wollen die Arbeitgeber Teile des noch laufenden Tarifvertrages mit der aktuellen Einkommensrunde vermengen. Im Kern geht es dabei um die vereinbarte Anhebung der Entgelte um 1,9 Prozent zum Ende dieses Monats. Die Gewerkschaften fordern hingegen sieben Prozent höhere Einkommen, mindestens jedoch 150 Euro im Monat. "Die Arbeitgeber provozieren geradezu Streit", erklärten die Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft TRANSNET/ GDBA, Alexander Kirchner und Heinz Fuhrmann. Die am Dienstag angebotenen zwei Prozent seien vollkommen unzureichend. "Solche Almosen verhöhnen die Beschäftigten", stellten Kirchner und Fuhrmann fest. Weitere Zugeständnisse der Mitarbeiter und eine Vermengung mit dem aktuellen Tarifvertrag seien "undenkbar". Die beiden Gewerkschafter verwiesen zudem noch einmal auf die Rekordbilanz der DB im Jahr 2006 und die für dieses Jahr in Aussicht gestellten neuen Rekordzahlen. Ein neuer Termin für die Fortsetzung der Tarifverhandlungen wurde nicht vereinbart. "Wir sind aber verhandlungsbereit und empfehlen der Arbeitgeberseite dringend, ihre Blockadehaltung zu überdenken", unterstrichen Kirchner und Fuhrmann. Beide verwiesen darauf, dass Ende Juni der aktuelle Tarifvertrag auslaufe und die Friedenspflicht ende. TRANSNET und GDBA würden nun ebenfalls das weitere Vorgehen abstimmen.





















