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Entgeltstruktur Deutsche Bahn: Verbindliche Eckpunkte vereinbart — Ab 2008 deutliches Einkommensplus
 

30.11.2007 30.11.2007 - TRANSNET und GDBA haben mit der DB AG verbindliche Eckpunkte für ein neues Entgeltsystem vereinbart. Nach Marathon-Verhandlungen steht für rund 135.000 Beschäftigte ein deutliches Einkommensplus. Die Tarifparteien einigten sich auf Steigerungen von mindestens 10 Prozent und weitere Zusatzleistungen.

TRANSNET und GDBA haben mit der Deutschen Bahn AG verbindliche Eckpunkte für ein neues Entgeltsystem vereinbart. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen, die seit Anfang dieses Jahres mit dem Unternehmen geführt wurden. Die Einigung kam nach einem dreitätigen Verhandlungsmarathon am 29. November 2007 in Berlin zustande. Beide Seiten verständigten sich darauf, dass die rund 135.000 Beschäftigten im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2010 Einkommensverbesserungen von mindestens 10 Prozent erhalten. Der Einkommensabschluss vom Juli dieses Jahres ist hier eingerechnet. Außerdem werden die Mitarbeiter von weiteren Entgeltverbesserungen profitieren: Für die neue Einkommensstruktur bei der Bahn werden im Volumen vier Prozent bereitgestellt. Die konkrete Ausgestaltung für einzelne Beschäftigtengruppen wird noch verhandelt. Außerdem wird die bislang vereinbarte Mitarbeiterbeteiligung für 2007 um 50 Prozent angehoben. Die konkrete Summe orientiert sich am Konzernergebnis: Bislang waren 100 bzw. 200 Euro vereinbart. Die neue Entgeltstruktur soll im kommenden Jahr eingeführt werden. Der genaue Zeitpunkt wird in weiteren Verhandlungsrunden festgelegt. Fest steht, dass ein Basis-Tarifvertrag geschaffen wird. Dieser regelt u. a. Urlaub, Erfolgsbeteiligung und Altersvorsorge. Unterhalb dieses Basis-Tarifvertrages werden spezifische Zusatztarifverträge vereinbart, die wiederum Eingruppierung, Zulagen und Arbeitszeit regeln. Diese Tarifverträge stehen konflikt- und widerspruchsfrei zueinander. Die Beschäftigten werden hierzu so genannten Funktionsgruppen zugeordnet. Die Tarifeinheit bleibt damit erhalten. Weitere Verhandlungen wird es u. a. noch zur Arbeitszeit geben. Hier wollen die Gewerkschaften vor allem Verbesserungen bei den Ruhezeiten durchsetzen. TRANSNET und GDBA werteten die Einigung auf die verbindlichen Eckpunkte als "Erfolg ohne Radau". Es sei gelungen, "in intensiven Verhandlungen, die mehrere Monate andauerten, wirkliche Verbesserungen für die Beschäftigten der DB AG zu erreichen", stellten TRANSNET-Chef Norbert Hansen und der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel fest.
 

 

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