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Tarifkonflikt Bahn-GDL: Verständigung sinnvoll - gesunde Skepsis bleibt
 

05.12.2007 05.12.07 - TRANSNET und GDBA werten die Verständigung von DB und GDL in deren Tarifkonflikt grundsätzlich positiv. Das Moderatorenergebnis ist eine gute Grundlage für weitere Verhandlungen. Allerdings ist die konkrete Ausgestaltung von Tarifverhandlungen weiterhin offen. Deshalb ist gesunde Skepsis angebracht.

TRANSNET und GDBA haben die Verständigung zwischen Deutscher Bahn und GDL in deren Tarifkonflikt grundsätzlich positiv bewertet. "Das Moderatorenergebnis von Ende August ist eine gute Grundlage", erklärten die Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA, Alexander Kirchner und Heinz Fuhrmann. Dieses sieht u. a. vor, dass die GDL für Lokomotivführer einen eigenständigen Tarifvertrag verhandelt. Dieser soll sich konflikt- und widerspruchsfrei im Tarifgefüge der DB AG darstellen. Auf die Wiederaufnahme dieser Linie hatten sich beide Seiten am Dienstag in Berlin verständigt. "Die konkrete Ausgestaltung anstehender und künftiger Tarifverhandlungen ist allerdings weiterhin offen", stellten Kirchner und Fuhrmann fest. Deshalb sei "gesunde Skepsis gegenüber dem Kompromiss angebracht." Immerhin habe das Zusammenspiel aller Beteiligten schon im Sommer nicht funktioniert. Eine im Moderatorenergebnis vorgesehene Kooperation aller Gewerkschaften untereinander war damals gescheitert. Die Tarifexperten der Gewerkschaft TRANSNET und der Verkehrsgewerkschaft GDBA machten deutlich, dass die Einigung ihrer beiden Gewerkschaften mit der Bahn auf ein neues Entgeltsystem den "richtigen Schub für die Verständigung von GDL und Bahn geliefert hat." Mit den anvisierten Strukturverbesserungen und den vereinbarten höheren Einkommen sei "ein Weg aufgezeigt worden." Beide Gewerkschaften hatten mit der Bahn eine Novellierung des Entgeltsystems ausgehandelt. Nach dieser erhalten alle Beschäftigten bis Ende 2010 Einkommensverbesserungen von mindestens zehn Prozent. Zusätzlich profitieren sie von einem Topf von vier Prozent aus der Neugliederung der Entgeltstruktur. Ebenfalls wurde vereinbart, die Mitarbeiterbeteiligung um 50 Prozent anzuheben.
 

 

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