Tarifkonflikt: Abbruch der Tarifverhandlungen durch GDL bedauert — Schell sagt Spitzengespräch ab
19.12.2007
19.12.07 - Zur Mitteilung der GDL über den Abbruch ihrer Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn erklären die Vorsitzenden von TRANSNET und GDBA, Norbert Hansen und Klaus-Dieter Hommel:
Wir bedauern das Vorgehen der GDL. Die Verhandlungen und auch die Abstimmungen mit TRANSNET und GDBA waren auf gutem Wege. Erst am 13. Dezember hatten wir uns auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Unverständlich ist für uns, dass der Vorsitzende der GDL, Manfred Schell, ein für heute Abend anberaumtes Spitzengespräch mit uns und der DB-Spitze kurzfristig abgesagt hat. Für uns sind dies leider Indizien dafür, dass der von der GDL provozierte Organisationskonflikt unter dem Deckmantel von Tarifverhandlungen fortgesetzt werden soll. Vermutlich wird die GDL am Donnerstag wieder neue Ultimaten stellen, mit neuen Streiks drohen, aber diese natürlich nicht über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel führen. Das Ganze wird allmählich absurd.
TRANSNET und GDBA waren bereit, der GDL den Vorrang bei Tarifverhandlungen für Lokomotivführer zu geben. Dazu hätten wir einen Anerkennungstarifvertrag abgeschlossen. Umgekehrt hätte die GDL uns für alle anderen Berufsgruppen den Vorrang geben müssen und die Tarifverträge dann ebenfalls anerkennen sollen. Hier waren wir, spätestens seit dem Spitzengespräch in der vergangen Woche, auf gutem Wege. Die gemeinsame Erklärung dokumentiert dies auch. Offenbar jedoch hat Herr Schell innerhalb seiner Organisation nicht mehr das Mandat, solche Erklärungen dann auch mit Leben zu erfüllen. Dies bedauern wir. TRANSNET und GDBA werden nun in Kürze die Tarifverhandlungen im Zuge des neuen Entgeltsystems - auch für Lokomotivführer- aufnehmen.















