„Schnüffel-Affäre“ bei der DB AG: TRANSNET und GDBA verlangen Konsequenzen – Salami-Informationspolitik beenden
29.01.2009 Nach dem massenhaften Abgleich von Beschäftigten- mit externen Daten haben TRANSNET und GDBA Konsequenzen gefordert. Die Mitarbeiter müssten umgehend und endlich umfassend informiert werden. Außerdem solle es künftig auch klare Spielregeln für den Kampf gegen die Korruption geben. Dazu zähle die Einführung eines Kontrollgremiums.
Die Gewerkschaft TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA haben nach dem am Mittwoch gekannt gewordenen massenhaften Abgleich von Beschäftigten- mit externen Daten bei der Deutschen Bahn AG Konsequenzen gefordert. „Die Salami-Informationspolitik des Konzerns muss ein Ende haben“, verlangten die beiden Vorsitzenden, Alexander Kirchner und Klaus-Dieter Hommel. Es müsse nun „endlich aufgeklärt und erklärt werden“. Die Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG hätten ein Anrecht darauf.
Die Gewerkschaftsvorsitzenden unterstrichen, dass der Kampf gegen die Korruption „richtig und wichtig sei“ und fortgesetzt werden müsse. In diesem Zusammenhang seien auch bestimmte Maßnahmen durchaus angebracht. Es gebe allerdings Grenzen, die nicht überschritten werden dürften. Dazu zähle die pauschale präventive Kontrolle von über 170.000 Beschäftigten. „Künftig müssen der Aufsichtsrat oder entsprechende Gremien, die noch geschaffen werden können, Kontrollaktionen überwachen“, forderten Kirchner und Hommel. Die Grundrechte der Beschäftigten und ihrer Familien müssten gewahrt bleiben. Allerdings sei auch der Gesetzgeber gefordert. „Hier müssen klare Spielregeln für den Umgang mit entsprechenden Kontrollaktionen vorgegeben werden.“
Die Deutsche Bahn AG sei jedoch gefordert, nun schnell zu handeln. Es müsse eine umfassende Klärung geben. „Sollten Fehler gemacht worden sein, müssen die dafür Verantwortlichen mit Konsequenzen rechnen“, betonten der TRANSNET- und der GDBA-Vorsitzende.





















