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Fehmarn-Belt-Querung: TRANSNET bekräftigt Kritik – Projekt vernichtet Arbeitsplätze
 

27.08.2008 TRANSNET hat ihre ablehnende Haltung zur geplanten festen Fehmarn-Belt-Querung (FBQ) bekräftigt. Die Brücke habe nur kurzfristige Arbeitsplatzeffekte. Dem stehe langfristiger Schaden für die maritime Wirtschaft entgegen. Auf Fehmarn und in Mecklenburg-Vorpommern seien mehrere hundert Arbeitsplätze in Gefahr. Die Gewerkschaft kritisierte auch, dass das Projekt einem veralteten verkehrspolitischen Leitbild folge.

TRANSNET hat ihre ablehnende Haltung zur geplanten festen Fehmarn-Belt-Querung (FBQ) bekräftigt. „Vor allem die Prognosen über entstehende Arbeitsplätze sind pure Augenwischerei“, sagte Vorstandsmitglied Wolfgang Zell. „Dieser angebliche Job-Motor stottert.“ Die Schaffung von Arbeitsplätzen durch den Bau der Brücke sei nur ein kurzfristiger Effekt. „Dem steht langfristiger Schaden für traditionelle, lange gewachsene Strukturen an der Küste entgegen. Für die maritime Wirtschaft wird das Projekt ein Schlag ins Wasser sein.“ Deutschland und Dänemark wollen den Staats-vertrag über das 5,6-Milliarden-Projekt in der kommenden Woche unterzeichnen.

Im Ostsee-Fährverkehr und bei den Zulieferern seien allein auf Fehmarn bis zu 900 Arbeitsplätze in Gefahr, in Mecklenburg-Vorpommern nochmals rund 700. Ähnliche Auswirkungen seien auf dänischer Seite zu erwarten. Auch sei eine Ansiedlung neuer Unternehmen allenfalls in den Ballungsräumen Hamburg und Kopenhagen zu erwarten. „Wer glaubt, dass hier Impulse für die ländlichen Räume gesetzt werden, der irrt“, so Zell. „Die ländlichen Räume werden allenfalls unter den Umweltfolgen zu leiden haben.“

Der Gewerkschafter kritisierte weiter, dass die geplante Querung „einem alten Denken“ folge. „In Europa ist man längst ein paar Schritte weiter: bei der Förderung von Schienen- und Seeverkehr als den ökologisch sinnvollsten Verkehrsträgern. Nur zwischen Deutschland und Dänemark soll weiterhin dem Straßenverkehr gehuldigt werden. Das ist ein verkehrspolitisches Leitbild aus der Mottenkiste.“


 
 

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