DB-Reisezentren: Bedienzuschlag nicht Ziel führend
11.09.2008
Der von der DB geplante Bedienzuschlag in Reisezentren ist aus Sicht von TRANSNET nicht Ziel führend. Er ist nicht im Interesse der Beschäftigten. Die Gewerkschaft erinnert die DB aber auch an die Zusage einer Standortgarantie für die Reisezentren. TRANSNET hält den von der Deutschen Bahn geplanten Bedienzuschlag in Reisezentren für nicht Ziel führend. Das Unternehmen will ab Mitte Dezember 2,50 Euro für den Ticket-Kauf am Schalter kassieren. Erste Korrekturen und Eingrenzungen sind hingegen schon jetzt geplant. „Diese Gebühr trifft alle Kunden, die beim Kauf eines Tickets auch Beratung brauchen“, kritisierte TRANSNET-Vorstand Karl-Heinz Zimmermann. Insbesondere ältere, aber eben nicht nur ältere Menschen, seien betroffen.
Es bestehe die Gefahr, „dass Kunden die Reisezentren nicht mehr besuchen werden“. Dies könne weder im Interesse des Unternehmens sein, „es ist ganz bestimmt nicht im Interesse der Beschäftigten“, erklärte Zimmermann. Die heutigen Differenzierungen beim Verkauf am Schalter und über Automat oder Internet reichten vollkommen aus.
Der Gewerkschafter erinnerte Bahn-Chef Mehdorn aber auch an dessen Zusage einer Standortgarantie für die bundesweit rund 400 Reisezentren. „Aus unserer Sicht müssen nicht nur die Reisezentren, sondern auch deren Öffnungszeiten, deren Anzahl an Schaltern und vor allem das jetzige Personal erhalten bleiben“, betonte Zimmermann.
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