Tarifvertrag für Nachwuchskräfte: Deutsche Bahn lehnt wesentliche Forderungen ab
19.09.2008
Die DB AG lehnt wesentliche Forderungen von TRANSNET und GDBA in einem Tarifvertrag für Nachwuchskräfte ab. Die Gewerkschaften hatten am Donnerstag zunächst ihre Forderungen übergeben. Im Kern geht es um ein einheitliches Tarifwerk für alle Nachwuchskräfte im DB-Konzern.
Die Deutsche Bahn AG lehnt wesentliche Forderungen für einen Tarifvertrag für Nachwuchskräfte offenbar ab. Die Tarifgemeinschaft TRANSNET/GDBA hatte den Arbeitgebern am Donnerstag zunächst ihr konkretes Forderungspaket übergeben. Ziel der Gewerkschaften ist es, ein einheitliches Tarifwerk für alle Nachwuchskräfte des DB-Konzerns zu vereinbaren. Unter diesen Vertrag sollen demnach Auszubildende, Studenten der Berufsakademie und Hochschulpraktikanten fallen.
Die Verhandlungen sollen Mitte Oktober fortgesetzt werden. „Für die Nachwuchskräfte gibt es bislang keine einheitlichen Regelungen“, erklärten TRANSNET-Vize Alexander Kirchner und der stellvertretende GDBA-Chef Heinz Fuhrmann. Ziel der Gewerkschaften sei deshalb eine Bündelung der unterschiedlichen Bestimmungen und die Vereinbarung eines „gerechten, praktikablen und modernen Regelwerkes“, ergänzten Kirchner und Fuhrmann. Es sei deshalb „vollkommen unverständlich, dass die Arbeitgeberseite wesentliche Forderungen nicht erfüllen will.“
Nach Auffassung von TRANSNET und GDBA sollten in dem Tarifvertrag u. a. die Ausbildungsvergütung, Freistellungen, Bildungsurlaub und Reisekosten, aber auch Zuschüsse für Unterkunft und Lehrgangsgebühren sowie für Kosten für Arbeits- und Ausbildungsmittel geregelt werden. Der neue Tarifvertrag soll die Belange von insgesamt 9.000 jungen Menschen regeln, darunter auch 8.000 Azubis und 400 Studenten der Berufsakademie.















